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| Christmas Cup Ostrava U14 |
Das U14 Team der LU-Town Highflyers nahm erneut am internationalen Turnier in Ostrava (CZ) teil. Im letzten Jahr hatte man überraschend das Turnier gewonnen und setzte sich dieses Jahr die Titelverteidigung zum ambitionierten Ziel.
Folgende Spielerinnen bildeten unter den Coaches André Bachmann und Mischa Birrer das Kader:
- Sakica Gabriela, Jhg. 97, LU-Town Highflyers
- Miroci Eltiona, Jhg. 96, LU-Town Highflyers
- Feri Vanessa, Jhg, 96, LU-Town Highflyers
- Milenkovic Dijana, Jhg. 96, Brunnen Basket
- Bürgi Patrizia, Jhg. 95, Brunnen Basket
- Suter Jana, Jhg. 95, Olten-Zofingen
- Karagülle Anna, Jhg. 95, LU-Town Highflyers
- Ibragic Iman, Jhg. 95, LU-Town Highflyers
- Milojevic Dragana, Jhg. 95, LU-Town Highflyers
- Sakica Veronika, Jhg. 95, LU-Town Highflyers
Im ersten Spiel der Gruppe B traf man auf die Tschechische Equipe von Start Havirov. Über die Stärke des Gegners hatten die Coaches keine Erkenntnisse. Entsprechend angespannt waren die Highflyers vor dem Spiel. Die Reussbühlerinnen starteten jedoch sehr konzentriert und dominant und gewannen das erste Viertel mit 28-7. Defensiv stand die Mannschaft sehr kompakt und liess kaum einfache Körbe zu. Offensiv setzten vor allem die Guards Eltiona und Veronika die gegnerische Defense mit ihren Drives unter Druck. Die Dominanz spiegelte sich auch im zweiten und dritten Abschnitt im Score wider, obwohl bereits alle Spielerinnen eingesetzt wurden (16-1 / 18-2). Im letzten Viertel wechselte man munter, wodurch der Spielfluss und die Konzentration ein wenig verloren ging. Somit vermochten die Gegnerinnen das letzte Viertel sehr ausgeglichen zu gestalten. Trotzdem gewannen die LU-Town Highflyers die erste Partie diskussionslos mit 70-21.
Matchtelegramm:
Sakica Gabriela 2, Feri Vanessa 2, Bürgi Patrizia 8, Milenkovic Dijana 10, Ibragic Iman 10, Sakica Veronika 10, Karagülle Anna 2, Miroci Eltiona 16, Milojevic Dragana 6, Suter Jana 4
Das zweite Spiel des Tages bestritt man gegen Slovanka Prag (CZ). Der Gegner wurde klar stärker eingestuft als Havirov, ist in der Tschechischen Ostgruppe auf dem ersten Platz, das Eliteteam (DHL Prag) spielt in der oberste Liga. Die Highflyers starteten sehr schlecht ins erste Viertel. Die Pragerinnen spielten eine aggressive und starke Defense, welche den Luzernerinnen nicht gut bekam und zu vielen Turnovers führte. Defensiv spielte man gewohnt solid, wodurch der Schaden in Grenzen gehalten werden konnte. Offensiv lief jedoch gar nichts zusammen, bis auf Eltiona gelangen niemandem nennenswerte Aktionen. Das erste Viertel ging mit 5-1 verloren. Mitte des zweiten Viertels sind die Highflyers besser in die Partie gekommen und punkteten nun auch regelmässiger. Beste Spielerin war erneut Eltiona, welche unwiderstehlich zum Korb zog. Veronika und Anna liessen sich anstecken und trugen sich auch in die Scorerliste ein. Bis zur Halbzeit verkürzte man auf 12-13 und hatte wieder berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg. Das dritte Viertel war offensiv eine „two women show“. Eltiona und Veronika machten 10 der 12 Punkte. Iman unterstützte die beiden. Defensiv brillierte das ganze Team und liess kaum Punkte zu. Die Highflyers gingen dadurch zum ersten Mal in dieser Partie mit 24-19 in Führung. Im letzten Viertel entschied dann das breitere und tiefere Kader der Luzernerinnen das Spiel. Dijana führte im Angriff das Team an und machte alle ihre Punkte im letzten Abschnitt. Auch Iman und Jana scorten noch. Schlussendlich gewann man die Begegnung mit 45-21 aufgrund einer klaren Leistungssteigerung ab dem zweiten Viertel.
Matchtelegramm:
Suter Jana 2, Milenkovic Dijana 10, Karagülle Anna 5, Ibragic Iman 5, Sakica Veronika 8, Miroci Eltiona 15
Am zweiten Turniertag stand gegen Nowy Sacz (POL) bereits die Vorentscheidung um den Gruppensieg an, da die Polen den letzten Gruppengegner (Loko Krnov) am Vorabend klar besiegten. Leider startete man auch in dieses Spiel äusserst ungünstig. Der Gegner spielte zu Beginn mit hoher Intensität in der Defense und war gewillt, mit hohem Laufpensum und Einsatzwillen den Sieg zu erringen. Es war jedoch die erneut solide Verteidigung, welche die Highflyers vor einem grossen Rückstand bewahrte. Im Angriff brachte man kaum Sinnvolles zusammen, da die Luzernerinnen erneut nicht gewillt waren, denselben Willen und Einsatz entgegen zu setzen. Die ersten 8 Minuten endeten 7-6 für die polnischen Widersacherinnen. Im zweiten Viertel nahmen die Highflyers endlich den Kampf an und wurden ab sofort auch in der Offensive mit Punkten belohnt. Veronika, Iman und Eltiona scorten fleissig. Die Teamdefense zeigte sich von der Schokoladenseite und liess in diesem Viertel keine Punkte zu (21-7)! In der zweiten Halbzeit war die Partie sehr ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für die Highflyers. Der Angriff war auch in diesem Spiel wieder die Achillesferse, da sich neben Eltiona, Veronika und Iman nur noch Patrizia in die Punkteliste eintrug. Das wichtige Spiel wurde schlussendlich mit 34-15 gewonnen und bescherte den Highflyers den Gruppensieg.
Matchtelegramm:
Sakica Veronika 12, Bürgi Patrizia 4, Miroci Eltiona 9, Ibragic Iman 9
Im letzten, bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Loko Krnov (Tschechien, Jhg. 96) war ein Sieg Pflicht. Vor dem anstehenden Finalspiel gegen SBS Ostrava (Sieger Gruppe A) wollten die Coaches den jüngeren Spielerinnen viel Einsatzzeit geben und einen klaren Sieg erringen. Das junge Krnov machte den Highflyers jedoch einen Strich durch die Rechnung und dominierte zu Beginn die Starting five der ungeschlagenen Highflyers. Von einem Klassenunterschied keine Spur, die jungen Tschechinnen machten mit hohem Einsatz und schnellem Spiel den Luzernerinnen das Leben schwer. Hinzu kamen unzählige Turnovers und Unkonzentriertheiten des Favoriten. Fehlende Kaltschnäuzigkeit von Loko Krnov bewahrte den Gruppensieger vor einem Rückstand. Dank der körperlicher Überlegenheit und einzelnen Offensivaktionen beendete man das erste Viertel mit
11-0. Der Spielverlauf änderte sich leider auch im zweiten Viertel nicht. Krnov verkaufte sich sehr teuer und zwang die kämpferisch ungenügenden Highflyers zu vielen Fehlern. Es punkteten bis auf Anna zwar sämtliche Spielerinnen, jedoch zeigte kaum eine Spielerin ihr volles Leistungsvermögen. Die schwächste Turnierleistung hatte glücklicherweise keine Konsequenzen und es schaute trotzdem ein dürftiger 47-7 Sieg heraus. Mit einer solchen Leistung wird gegen ein starkes Ostrava im Final kaum etwas zu holen sein….
Matchtelegramm:
Sakica Gabriela 6, Miroci Eltiona 10, Milojevic Dragana 2, Sakica Veronika 7, Milenkovic Dijana 8, Bürgi Patrizia 3, Feri Vanessa 2, Ibragic Iman 6, Suter Jana 3
Im Finale der U14 Kategorie duellierten sich die Highflyers gegen den Sieger der Gruppe A, SBS Ostrava (1. Platz der Tschechischen Ostliga). Die Luzernerinnen waren motiviert und fokussiert, dem Heimteam den Titel zu entreissen. Entgegen den letzten Spielen starteten die Highflyers stark und führten bald 5-0. Die Tschechinnen ihrerseits antworteten mit starken Penetrationen ihrer beiden Guards, welche im 1vs1 häufig den Durchbruch schafften und somit Fouls provozierten. Bevor sich die Highflyers darauf einstellten, war die Partie bereits ausgeglichen. Ostrava verteidigte zu dem ab sofort sehr clever, setzte die beiden Guards Eltiona und Veronika mit einem Ganzfeld-Zonenpress stark unter Druck. Viele Ballverluste und einfache Punkte waren die Folge. Zu dem traten die Highflyers offensiv über Minuten kaum mehr in Erscheinung. Ostrava präsentierte die internationale Härte und Intensität, welche sich die Highflyers durch Teilnahme an internationalen Turnieren gerne aneignen möchten. Defensiv stand man erneut solid und rettete somit eine 9-8 Führung in die Viertelspause. Das Momentum war jedoch auf der Seite des Gegners. Auch im zweiten Abschnitt konnten die Highflyers die agilen und technisch starken Guards im 1vs1 nicht stoppen und wurden zu unvorteilhaften Helpsituationen gezwungen. Weiterhin hatte man Mühe mit der aggressiven Ganzfeldverteidigung des Heimteams. Ostrava zog bis zur Pause auf 21-16 davon und war die klar zwingendere Mannschaft. Im dritten Viertel gestalteten die Highflyers das Finale ausgeglichen. In der Verteidigung liess man keine einfachen Körbe mehr zu und produzierte weniger Turnovers. Im Angriff hatten die Luzernerinnen zwar keine Mühe mehr, den Aufbau zu bewältigen, taten sich aber schwer gegen eine stark abgesunkene Defense von Ostrava. Vor allem weil der Gegner körperliche Grössenvorteile besass. Somit war man stark von Würfen aus der Distanz abhängig.
Das dritte Viertel endete 7-7, womit Ostrava mit einer 28-23 Führung ins letzte Viertel ging. Ein starkes Defizit zeigte auch die Freiwurfstatistik auf, welche weniger als 40 % betrug. In den letzten Abschnitt starteten die Highflyers sehr schwach. Iman schied bereits früh mit 5 Fouls aus, Dijana folgte bald. Zu fehlerhaft agierte man im Angriff, was Ostrava schnelle Gegenstösse ermöglichte. Das Heimteam baute den Vorsprung bis auf 38-27 aus, was eigentlich die Vorentscheidung bedeutete, kaum einer in der Halle glaubte noch an eine Wende. Veronika nahm einen verzweifelten Dreier jenseits der Dreierlinie – und traf ! Zwei verwandelte Freiwürfe der nun entfesselten Veronika führten die Highflyers wieder etwas heran. Nach einem weiteren unglaublichen Dreier des Highflyers-Captains schnupperten die Luzernerinnen plötzlich wieder an der Sensation, der Gegner war überrascht und überrumpelt. Patrizia verkürzte mit 2 Freiwürfen auf drei Punkte. Ostrava im Gegensatz zeigte nun plötzlich Nerven und verwarf sämtliche Freiwürfe und brachte offensiv ohne die ausgefoulten Guards nichts mehr zu Stande. Am Schluss fehlte den Highflyers ein winziger Punkt zum Turniersieg, da Anna in der letzten Sekunde noch zwei Punkte markierte. Man trauerte nun der schwachen Freiwurfquote und den vielen Turnovers nach… Der Turniersieg war jedoch absolut verdient für Ostrava, waren sie in punkto Athletik und Einsatz überzeugender und stärker.
Matchtelegramm:
Bürgi Patrizia 9, Milenkovic Dijana 3, Karagülle Anna 4, Ibragic Iman 4, Sakica Veronika 16, Miroci Eltiona 3
Fazit:
Die Highflyers dürfen mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden sein, einzig der knapp verpasste Turniersieg ist ein kleiner Wermutstropfen. Die Coaches sind sich einig, dass das jetzige U14 Team nicht nur sehr talentiert, sondern vor allem auch durch charakterliche Stärke besticht. Man vermochte ein international solides Team wie Prag besiegen und gegen den Turniersieger Ostrava mitzuhalten. Wenn das Team bzw. die Spielerinnen an ihre Limiten gelangen, deckt das automatisch auch Defizite auf. Die Tschechischen Teams spielten mit mehr Einsatz, Willen und Härte. Am besten konnte dies an der Reboundarbeit beobachtet werden, wo man klar unterlegen war (nicht aufgrund der Körpergrösse). Offensiv hatten vor allem die Center Mühe gegen die Härte in der Zone. Vor allem in den schweren Spielen war die gegnerische Transition überlegen. Neben Veronika muss sich auf den kleinen Positionen eine weitere Distanzwerferin entwickeln, um die Abhängigkeit zu verringern. Auf der Centerposition braucht es noch mehr Durchschlagskraft, um das Spiel variabler zu machen. Die Trainer sind überzeugt, dass sich die meisten Defizite nur mit regelmässiger Teilnahme an internationalen Turnieren abbauen lassen, zu dominant ist man in der eigenen Liga.
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